
Ein traditionelles, vollständig aus Holz gebautes Becken kann beim ersten Befüllen oder nach einer längeren Trockenphase Wasser verlieren. Das Holz nimmt wieder Feuchtigkeit auf, quillt allmählich und schließt dabei manche kleinen Zwischenräume. Dieses Verhalten erklärt jedoch nicht jedes Leck: Ein Anschluss, eine Beschädigung, ein instabiler Untergrund, ungeeigneter Chemikalieneinsatz oder ein Konstruktionsfehler erfordern eine andere Diagnose.
Zuerst die Bauart des Beckens bestimmen
Bei einem vollständig hölzernen Badefass bilden die Dauben die wasserdichte Wand und wirken mit den Spannreifen zusammen. Bei einer Polypropylen- oder Glasfaserwanne ist die äußere Holzverkleidung dekorativ: Ein Leck liegt eher an der Wanne, einer Durchführung, einem Ablauf oder am Ofenkreislauf. Die hier beschriebene Quellphase betrifft ausschließlich vollständig aus Holz gebaute Becken.

Das Thermowood Basic ist ein Beispiel für ein Vollholz-Badefass und von lediglich holzverkleideten Modellen zu unterscheiden. Identifizieren Sie ein bereits installiertes Gerät anhand der Bestellung und der gelieferten Unterlagen und fragen Sie anschließend nach der Wiederbefüllungsanleitung; das äußere Erscheinungsbild allein genügt nicht.
Warum kann ein Vollholzbecken anfangs undicht sein?
Holz verändert sich mit seinem Feuchtigkeitsgehalt. Nach Lagerung, Transport oder Austrocknung können einige Dauben leicht geschrumpft sein. Dauerhafter Wasserkontakt lässt sie wieder an Volumen gewinnen. Die technischen TimberIN-Archive nennen für diese Stabilisierung wenige Tage bis mehrere Wochen, abhängig von Holzart, Klima und Ausgangszustand. Ein anderer historischer Leitfaden nennt für ein neues Becken häufig 2 bis 5 Tage: Das sind Beobachtungen, keine Garantie und keine allgemeingültige Frist.
Andere Ursachen müssen weiterhin berücksichtigt werden:
- natürliche Holzbewegung nach einer Trockenphase;
- übermäßiger oder ungeeigneter Chemikalieneinsatz;
- Konstruktionsfehler oder beschädigtes Bauteil;
- instabiler Untergrund, der Boden oder Dauben belastet;
- Stoß oder mechanische Beschädigung;
- seltener biologischer Holzabbau.
Die Entwicklung messen statt vermuten
Reinigen und trocknen Sie den zugänglichen Bereich, befüllen Sie nach Modellanleitung und markieren Sie den Wasserstand jeweils zur gleichen Uhrzeit. Fotografieren Sie den vermuteten Wasseraustritt und notieren Sie die nachgefüllte Menge. Eine Pfütze kann weit von der eigentlichen Leckstelle entfernt entstehen, wenn das Wasser einem Schlauch oder der Unterseite des Bodens folgt.
| Tag | Beobachteter Wasserverlust | Beobachtete Wasserstandsabsenkung |
|---|---|---|
| 1 | 81 L | 7,5 cm |
| 2 | 81 L | 7,5 cm |
| 3 | 77 L | 6,5 cm |
| 4 | 72 L | 6,5 cm |
| 5 | 68 L | 6 cm |
| 6 | 66 L | 6 cm |
| 7 | 58 L | 5,5 cm |
| 8 | 52 L | 5 cm |
| 9 | 21 L | 2 cm |
| 10 | 16 L | 1,5 cm |
| 11 | 10 L | 1 cm |
| 12 | 9 L | 1 cm |
| 13 | 6 L | 0,5 cm |
| 14 | 3 L | 0,3 cm |
| 15 | 1 L | 0,1 cm |


Die in diesem Versuch beobachtete allmähliche Abnahme ist mit dem Quellen des Holzes vereinbar. Ein Verlust, der nicht abnimmt, sich an einem gerissenen Bauteil konzentriert oder mit einer Verformung einhergeht, darf nicht automatisch diesem Fall zugeordnet werden.
Was ist während der Quellphase zu tun?
- Stellen Sie das Becken auf den für das Modell vorgesehenen stabilen und ebenen Untergrund.
- Prüfen Sie Dauben, Boden und Spannreifen vor dem Befüllen visuell.
- Halten Sie den Wasserkontakt gemäß der TimberIN-Anleitung für das Becken aufrecht.
- Messen Sie den Verlust regelmäßig und bewahren Sie datierte Fotos auf.
- Verwenden Sie die Heizung nicht, wenn Wasserstand oder Zirkulation nicht gewährleistet sind.
Ziehen Sie die Spannreifen eines gefüllten Beckens nicht ruckartig stark an und schrauben Sie nicht durch die Fugen. Solche Eingriffe können Spannungen konzentrieren oder die normale Bewegung der Dauben verhindern.
Vor jedem Abdichten die Reparatur freigeben lassen
Die TimberIN-Archive erwähnen Reparaturen mit Sägemehl oder Silikon bei bestimmten Vollholzbecken. Daraus ergibt sich keine Methode für jedes beliebige Leck. Übermitteln Sie zuerst Messwerte und Fotos an den Hersteller: Er muss Ursache, gegebenenfalls das Produkt, die Vorbereitung und die Bedingungen für das erneute Befüllen Ihres Beckens bestimmen.
Geben Sie nicht allein aufgrund dieses historischen Beispiels Partikel oder Dichtmasse in das Badefass. Eine ungeeignete Reparatur kann einen Fehler verdecken, den Kreislauf verunreinigen oder die Bearbeitung des Falls erschweren.
Pflege, die erneutes Schwinden des Holzes begrenzt
Die TimberIN-Archive empfahlen, Vollholzbecken in warmen Perioden nicht lange trocken stehen zu lassen und die geölte Außenseite regelmäßig zu pflegen. Häufigkeit und Produkt hängen jedoch von Holzart, Oberfläche und aktueller Anleitung ab. Tragen Sie ohne ausdrückliche Anweisung kein Öl im Inneren des Beckens auf.
Für die vollständige Pflegeroutine lesen Sie, wie man ein Badefass pflegt. Das Befüllen und Entleeren sowie der Anschluss des Außenofens müssen mit der Bauart vereinbar bleiben. Zum Vergleich von Vollholz-, Polypropylen- und Glasfaserbecken sehen Sie sich die TimberIN-Badefässeran.
Wann Unterstützung anfordern?
Kontaktieren Sie TimberIN mit Modell, Bestellnummer, Datum der Befüllung, Gesamtansicht, Nahaufnahme der vermuteten Austrittsstelle und Wasserstandsprotokoll. Stellen Sie die Nutzung ein, wenn sich die Konstruktion verformt, ein Bauteil gerissen ist, Wasser elektrische Geräte erreicht, das Leck durch den Ofen verläuft oder der Wasserstand keine sichere Zirkulation mehr ermöglicht.
Vor der Entscheidung beachten
Häufige Fragen
Muss ein neues Vollholzbecken sofort wasserdicht sein?
Das Holz muss möglicherweise erst wieder Feuchtigkeit aufnehmen. Die Entwicklung muss jedoch gemessen und mit der Modellanleitung verglichen werden; nicht jedes Leck ist automatisch normal.
Gelten die Zahlen über fünfzehn Tage für jedes Badefass?
Nein. Sie stammen aus einer historischen TimberIN-Beobachtung an einem bestimmten Becken und zeigen eine mögliche Entwicklung, kein garantiertes Ergebnis.
Kann man sofort Silikon hinzufügen?
Nein. Lokalisieren Sie zunächst die Ursache und holen Sie die Freigabe des Herstellers ein. Das in der Quelle dokumentierte Silikon wird nur auf ein vollständig trockenes Becken aufgetragen, mit einem geeigneten Produkt und vor einem erneuten Test.







Moin
Unser Badebottich bringt uns zur Weißglut.Wir haben ihn jetzt etwas 2.5 Jahre.Er ist das ganze Jahr mit Wasser befüllt und ist undicht.Wenn er angeheizt ist bleibt er dicht und das dann etwas 3-5 Tage.Danach läuft wieder ständig Wasser heraus.Es ist nicht viel aber es nervt.Normalerweise müsste es längst dicht sein .Was können wir machen? Danke für eine Antwort.Gruß André
Guten Tag,
Danke der Nachricht. Wenn Sie ein Holzmodell haben, ist es schwierig, es zu 100 % wasserdicht zu halten. Alle Holzmodelle neigen dazu, mehr oder weniger undicht zu werden. Wenn Sie die undichten Stellen genau erkennen können, können Sie für diese Stellen Silikon verwenden.
Wenn Sie ein Modell mit Glasfaser- oder Polypropylen-Innenraum haben, sollten Sie zunächst die genaue undichte Stelle finden und diese mit einem Spezialkleber reparieren.